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Kriterien, Eigenschaften und Fuzzy-Deskriptoren

Generell sind vom Anwender (Eigentümer) als wichtigstes Beschreibungsmittel Kriterien zu definieren. Damit diese in eine gewisse Ordnung gebracht werden können, wurden sie hierarchisch Kategorien zugeteilt. Nur um sie zu ordnen und einer guten Übersicht wegen.

Kriterien haben einen Namen und sind als Mengen definiert, nämlich als Mengen von möglichen Eigenschaften.

Eine Menge lässt sich auf zweierlei Weise definieren, einmal durch das „Bildungsgesetz“, mit der ihr Elemente zugewiesen werden, und zum anderen, indem man die Elemente ausdrücklich benennt. Die ersteren können theoretisch unendlich viele Möglichkeiten umfassen, weil die Ausprägungen in einem Kontinuum vorkommen können; für die zweite Art ist die Anzahl von vornherein beschränkt und richtet sich in Theorie und Praxis konsequent nach den realisierten Eigenschaften in den vorhandenen Objekten. Auch für die erste Art der Kriterien (Kontinuum) werden praktisch nur ganz bestimmte Werte (in den Objekten) tatsächlich existieren.

Drei generelle Arten von Kriterien werden unterschieden:

  1. Einschätzung: Der Fuzzywert (Deskriptor) kommt dadurch zustande, dass ihn ein hoffentlich versierter Beobachter aus dem entsprechenden Attribut heraus schätzt (ziemlich dickes Buch, 398 Seiten, zur Menge der dicken Bücher mit dem Fuzzywert f = 0,792 zugeordnet; darin liegt der eigentliche fuzzytheoretische Clou: ein Element kann zu einer Menge auch nur in bestimmtem Maße zugeteilt sein, nicht nur ganz oder gar nicht!).

  2. Bandbreitenzuordnung: Ein tatsächlicher Attributwert x liegt innerhalb einer definierten Bandbreite B. Eine Übertragungsfunktion f = x(B) ordnet dem Wert seinen Fuzzydeskriptor automatisch zu: Diese Zuordnungsfunktion muss nicht linear sein, und alle Werte x außerhalb der Bandbreite, die mag’s ja real geben, haben einen Fuzzywert = 0 oder = 1.

  3. Ausprägungen für Mengen mit alternativen Eigenschaften. Ein Gebrauchtwagen ist entweder rot, schwarz, grün, beige, weiß odersonstwie, hat also eine dieser Eigenschaften hundertprozentig (f=1). Erst in der späteren Anfrage werden alle Ausprägungen von einem Anfrager entsprechend seinem individuellen Wunsch bewertet (rot bevorzugt=1; keinesfalls schwarz=0; weiß gut möglich=0,66; beige ist zu unscheinbar=0,1; grün ist auch gut=0,9; usw.) 
     

In der FADB können den Kriterien noch weitere Eigenarten, beispielsweise die der „Qualität“ zugewiesen werden. Und eine der sechs momentan realisierten Übertragungsfunktionen für Bandbreiten zeigt die Abbildung: die waagerechte Linie entspricht dem Fuzzywert = 1, die beiden senkrechten bezeichnen die untere und die obere Grenze der Bandbreite.

 
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Stand: 07. Januar 2010